Dienstag, 7. Juni 2016

Ruhe nach dem Sturm




Gestern habe ich die Ruhe nach dem Sturm genossen. Ein Sommertag, der Garten - für unsere Verhältnisse - perfekt hergerichtet. Es gab nichts mehr zu tun als durch den Garten zu spazieren und sich an jeder Blüte zu erfreuen. Der erste offene Gartentag ist vorbei und alles hat gepasst - das Wetter spielte mit, auch in den Tagen vorher. Es war warm, es war sonnig und alle waren gut gelaunt. Auch die Pflanzen, die sich von ihrer besten Seite zeigten. Die meisten Rosen hatten sich diesen Tag ausgesucht, um anzufangen zu blühen. Wie gesagt, es war perfekt. Wir hatten von 12 bis ca. 17.00 Uhr durchgehend Besucher, insgesamt waren wohl 50 Leute da, vielleicht auch ein paar mehr, denn irgendwann habe ich den Überblick verloren.

Wir haben versucht, mit jedem ein paar Worte (oder auch ein paar mehr) zu wechseln, wenn uns das nicht gelungen ist, dann bitte ich an dieser Stelle dafür um Entschuldigung. Auf jeden Fall danke für eueren Besuch!

Das Asia-Beet mit inzwischen beeindruckendem
Blumenhartriegel
Die Funken rechts und links am Hauseingang, dieses
Jahr ohne Schneckenfraß


























Die überwiegende Mehrheit der Besucher war ausgesprochen angetan von unserem Garten - die Rosenbeete um die Feuerstelle, der Blumenhartriegel, das Tomatenhaus und die Wiesen waren die häufigsten Gesprächsanlässe. Und auch die Tatsache, dass der Garten erst vier Jahre alt ist, führte immer wieder zu ungläubigen Blicken.


Wir sind jedenfalls zufrieden und planen, auch im nächsten Jahr wieder an der offenen Gartenpforte teilzunehmen.

Und für alle, die Sonntag nicht dabei sein konnten, habe ich gestern morgen, beim Genießen, noch  ein paar Fotos gemacht.
Hier noch mal der Blumenhartriegel, der
hat es mir im Moment besonders angetan. 
Die eleganten, einfachen Blüten der Hechtrose
(Rosa glauca)
Mohn (selbstversamt) und Rittersporn am Steinkreis
Noch mehr Mohn, der momentan in vielen Beeten aufblüht. Ein echter Wanderer durch den Garten. Ich bin gespannt, wo
er nächstes Jahr auftaucht. 
Geranium "Splash", leider mit nicht mehr so vielen blauen Stellen auf den Blüten. Trotzdem wunderschön. Außerdem erhält es sich inzwischen auch durch Selbstaussaat und hat sich seine Gartenecke erobert. 
Noch so ein Wanderer: Die Konrade, ebenso eigentlich eine Feldrandblume, die sich stark versamt und auf offenem Boden
in der Sonne zu großen Verbänden heranwächst. Wunderschöne Blüten mit schwarzen, ganz feinen Strichen - Landebahnen für die Insekten. 
Und natürlich darf eine Rose nicht fehlen. Tuscany hat dieses Jahr das Rennen um die erste Rosenblüte gemacht. Wunderschöne Farbe! 

Samstag, 4. Juni 2016

Alles vorbereitet

So, für den offenen Garten morgen heute von 12 bis 18 Uhr ist alles vorbereitet. Jetzt muss nur das Gewitter vorbei ziehen. Also Daumen drücken.







Montag, 16. Mai 2016

Tomatenhaus fertig

Fügt sich ganz gut ein, das fertige Tomatenhaus
Endlich... Nach drei fast vier Wochen Bauzeit steht endlich unser neues Tomatenhaus. Von seiner Planungsgeschichte habe ich ja schon mehrfach erzählt. Ich wollte etwas haben, das sich in den neuen Gartenteil weitgehend harmonisch einfügt und nicht wie ein absoluter Fremdkörper wirkt. Ganz lässt sich das sicherlich nicht vermeiden, wenn man Folie verwendet, aber ich finde es ist ganz gut gelungen. Das Haus ist ca. 1,20 x 3,80m groß geworden, genug für zweireihigen Tomatenanbau. 14 Pflanzen sollte ich eigentlich gut darin unterbringen können.

Die "Bauarbeiten" dauerten deswegen so lange, weil uns diverse Male der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Wir wohnen hier in einer sehr windexponierten Gegend, die Windstärken sind eigentlich immer 1 - 2 bft höher als in der Umgebung und selbst im Sommer haben wir häufig stärkere Winde. Das mussten wir natürlich auch bei der Planung des Folienhauses berücksichtigen, damit es nicht nur einen Sommer lang hält.

1. Wochenende (grauer Himmel, Windstärke 5-6 bft, in Böen stärker)

Material gekauft - das war ein ganz schöner Wagen voll. Wir waren wegen des Autos auf Längen von maximal 2 Metern beschränkt, da ich ungern mit offener Klappe fahre.

  • 6 Einschlaghülsen
  • 3 7x7cm-Pfosten in 1,80m Höhe
  • 3 7x7cm-Pfosten in 2,00 m Höhe
  • 2 Terrassendielen (3 Meter, die wir direkt im Baumarkt auf 150cm haben sägen lassen)
  • 7 Terrassendielen (2 Meter)
  • 22 Dachlatten 24x48, imprägniert
  • 6 Dachlatten (ganz dünn, die die Abmessungen weiß ich nicht mehr)
  • 100 Senkkopfschrauben, 120+ Linsenkopfschrauben, 250 Unterlegscheiben
  • 3 Säcke SchnellBeton  
  • 5x4 Meter Gewächshausfolie (aus dem Internet)

Versucht, Pfosten zu setzen. Festgestellt, dass Beton von der Firma Quick-Mix nicht automatisch Schnell-Beton ist...  :-) 

Nach drei Pfosten wird klar, dass der Wind trotz ausreichender Stützen die Pfosten immer wieder aus der Waage bringt.

Frustriert und durchgefroren aufgehört.

2. Wochenende 

Freitag: (Wetter war besser, weniger Wind)
Vordere Pfosten gesetzt, diesmal mit echtem Schnellbeton. Ging viel leichter :-)
Bretter zugeschnitten und verschraubt.
Freitag Abend: Grundkonstruktion steht.

Samstag: Temperatursturz - es wird wieder kalt und windig... Außerdem ist Gartenfest in Remeringhausen.

Sonntag: Dachlatten aufgeschraubt. Zu windig, um mit der Folie weiter zu machen...

Es folgt eine Woche Regen...

3. Wochenende: 

Das ist schon mehr als der "Rohbau" - theoretisch hätten die Tomaten
einziehen können, wenn es nicht erst Anfang Mai gewesen wäre. 
Bei schönem Wetter die Folie befestigt.

Dazu haben wir uns an diesem Video  (ab ca. 5:45) orientiert - die Folie wird nicht direkt aufgeschraubt, sondern einmal komplett um dünne Dachlatten gewickelt und dann erst mit der Dachlatte zusammen aufgeschraubt. Dadurch werden die Schraubstellen weniger vom Wind angegriffen. Bisher hält die Konstruktion dem Wind gut stand, selbst der wirklich starke Wind der letzten Woche konnten dem Ganzen nichts anhaben.

Das Video brachte uns außerdem auf die Idee einer flexiblen Rückwand für das Tomatenhaus. Vorne ist es offen, die Rückwand kann wie ein Rollo aufgewickelt werden - das ist super für die Belüftung, reduziert aber auch die Windanfälligkeit des gesamten Hauses. Bei Wind wird die Rückwand hochgewickelt und bietet daher keine Angriffsfläche mehr. Der Wind geht also einfach durch.

Letzte Woche: 
Es folgten  fast zwei Wochen, in der es immer wärmer wurde - es war warm, dauersonnig und... stürmisch, durchgängig um 5 bft aus dem Osten, in Böen mehr :-) Unsere Hauptwindrichtung ist westlicher Wind, danach ist auch das Haus mit der niedrigeren Seite ausgerichtet, so dass der Wind drüber blasen kann. Jetzt, bei Ostwind,  konnte er schön von der hohen Seite unter das Dach fassen, es blähte sich auf wie ein Segel und flatterte ohne Ende. Aber es hielt. Um etwas gegen das Flattern zu unternehmen, besorgte ich noch mehr Dachlatten und wir schraubten die ganze Konstruktion von oben noch mal gegen.



Ganz fertig, inklusive Beetumrandung und verstärkter Dachlattung. Im
Hintergrund übrigens unsere inzwischen heißgeliebte Schattensitzecke.  
Die Latten auf dem Dach sind zwar nicht schön, verhindern aber effektiv das
Flattern der Folie. Die flexible Rückwand ist aufgerollt.


Jetzt ist es wirklich fertig, die Tomaten sind gerade noch in der Abhärtphase und dürfen bestimmt im Lauf der Woche, wenn es wieder ein paar Grad wärmer geworden ist, umziehen. Das wird dann auch Zeit - sie blühen schon...
Der letzte Schritt: Ich suche noch nach einer Dachrinnenlösung, es wäre toll,
das Regenwasser zur Bewässerung auffangen zu können.

Donnerstag, 21. April 2016

Spaziergang durch den Frühlingsgarten


Diese Fotos sind eigentlich schon wieder völlig veraltet, denn im Moment verändert sich der Garten ja täglich. Und er wird jeden Tag schöner. An sonnigen Abenden ist es einfach wunderbar entspannend, durch den Garten zu schlendern und alle Veränderungen des Tages in Augenschein zu nehmen.





Weinbergtulpen, Federgras und Anemonen zu Füßen der historischen Rosen.



Die Fuchstrauben-Schachbrettblume
(Fritillaria uva-vulpis)
und die Gewöhnliche Schachbrettblume
(Fritillaria meleagris) breiten sich langsam aus.



Tulpen, Traubenhyazinthen, Schlehenblüten
 und das austreibende Grün des Hartriegels 
geben ein schönes Frühlingsbild ab.
Dies entwickelt sich auch grad - inzwischen blühen die Nelkwurzen.


Das historische Rosenbeet rund um die Feuerstelle, dank Panoramafunktion hier mal auf einen Blick

Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja am Wochenende wieder, ein paar Fotos zu schießen. Obwohl... eigentlich wollen wir ja unser Tomatenhaus fertig bauen - drei Pfosten stehen schon, danach hat uns letztes Wochenende der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, der dafür sorgte, dass die frisch betonierten Pfeiler trotz Stützen sich immer wieder los wackelten. Und dann ist ja auch mal wieder Pflanzentag in Remeringhausen. Sehe ich da vielleicht einige der hier mitlesenden Schaumburger?


Dienstag, 12. April 2016

Ein Lob auf die Elfenblume

Ein poetischer Name für ein zartes Blümchen. Jetzt im Frühjahr gehören sie zu den schönsten Erscheinungen im Garten. Zarte, kompliziert gebaute Blüten und frisches durchscheinendes Laub. Davor knie ich gerne nieder!

Und dann sind sie auch noch so praktisch - ein zuverlässiger Bodendecker das ganze Jahr, Blüten und neuaustreibende Blätter im Frühling, teilweise mit hübscher rötlich überlaufener Laubfärbung, winterhart und wintergrün. Sie behaupten sich bei mir auch noch an den schwierigsten Standorten - im Garagenbeet und im schmalen Streifen vor dem Haus - trocken und vor allem schattig. Außer einem beherzten Rückschnitt vor dem Neuaustrieb benötigt es keine großartige Pflege. Der muss aber sein, da das alte Laub über den Winter unansehnlich geworden ist und auch den wunderschönen zarten Neuaustrieb verdecken würde.


Bei uns wachsen derzeit  Epimedium x warleyense "Orangekönigin" (Bilder oben),  Epimedium x perralchicum "Frohnleiten" vor dem Haus und Epimedium x versicolor "Sulphureum"  im Garagenbeet (Bilder unten). Auf den demnächst anstehenden Besuchen auf verschiedenen Gartenfesten könnten aber noch andere Sorten Einzug halten, da ich den Bereich unter der Weide und der Aurikelleiter noch ein bisschen unterpflanzen möchte. Nach den oben aufgezählten Vorzügen passt das doch bestimmt.







Samstag, 9. April 2016

Offene Gartenpforte Schaumburg


 

Dieses Jahr werden wir unseren Garten das erste Mal für die Offene Gartenpforte Schaumburg öffnen. Dazu laden wir euch, die Leser unseres Blogs, natürlich herzlich ein. Gerne zeigen wir euch den Garten des roten Hauses "in Natura". Der Termin ist der 05.06.2016 - wir freuen uns darauf, euch ab 12 Uhr bei uns begrüßen zu können.






Donnerstag, 7. April 2016

Aurikel-Leiter

Es ist ja fast wieder soweit, meine Aurikeln setzen zum Blühen an. Aurikeln sind ja auch im Topf absolut frosthart, solange sie nicht nass werden. In Ermangelung eines Gewächshauses muss für solche Pflanzen (dazu gehört z.B. auch unser Agapanthus) der Frühbeetkast herhalten. Das bekommt ihnen ausgesprochen gut. Ich musst nur wenig ausputzen, einige vertrocknete Blätter abpflücken und schon waren die Aurikeln wieder fast wie "neu". Eine hat schon im Winter unbemerkt geblüht, eine andere zeigt jetzt gerade ein Blüte. Die meisten anderen haben inzwischen Blütenknospen angesetzt und auf dem Markt letzte Woche ist mir eine weitere hübsche, aber namenlose Aurikel in den Korb gehüpft, die schon in voller Blüte steht.

Es wurde also Zeit, aktiv zu werden. Letztes Jahr habe ich ja schon mal über ein "Aurikeltheater" nachgedacht, also ein Gestell zur Präsentation der schönsten Aurikeln während der Blütezeit. Ich wollte aber lieber etwas dauerhaftes, wo die Pflanzenzucht den Sommer über stehen bleiben können, ohne zuviel Nässe zu bekommen. Meine Lösung ist vielleicht nicht ideal, weil ein echtes Dach fehlt, dafür sieht sie aber erst mal gut aus.

Hier noch ohne die Stoffbahnen, die vor
zu viel Licht und zu viel Regen schützen
sollen. 
Ich präsentiere: Meine Aurikelleiter!

Aus einer Holzleiter (nachdem ich lange nach einer alten im Shabby-Style gesucht habe - sauteuer - habe ich festgestellt, dass man Holzleitern auch in gut sortierten Baumärkten kaufen kann.) und ein paar Brettern, einem Topf Farbe und zwei alten Vorhängen (Kunstfaser und damit hoffentlich eine zeitlang Feuchtigkeitsunempfindlich) habe ich das hier gebastelt. Das Ganze steht unter der Weide, wo es im Sommer wohl trocken genug sein wird. Außerdem werden die unten stehenden Pflanzen ja auch noch durch die darüber liegenden Bretter geschützt.

Wenn die Leiter und die Bretter im Laufe der Zeit so ein bisschen einen Used-Look bekommen, ist es umso besser.