Donnerstag, 28. März 2013

Norddeutschland im eisigen Würgegriff des Winters

oder so ähnlich könnten momentan die Schlagzeilen heißen. Das Wetter tut momentan so, als sei Ende Januar: Temperaturen regelmäßig unter Null, Schnee, Eis und ein eisiger Ostwind aus Sibirien, der jeglichen Aufenthalt im Freien zur Qual macht.

Das Wetter beobachte ich ja erst so intensiv, seitdem ich einen Garten habe, also seit etwa 7 Jahren. Ich kann mich in diesen sieben Jahren nicht an so einen März erinnern. Klar, es gab immer mal wieder auch um diese Zeit noch Schnee, aber das war dann ein kurzfristiger Kälteeinbruch.

Das war am vorletzten Sonntag (17.03.):


Zwischendurch war dann wieder der Schnee weg, dann wieder da, dann wieder er weg, aber das Thermometer schafft es gerade mal - windgeschützt und in der Sonne - auf knappe 8°C. Aber immerhin: Die Sonne schien zwischendurch mal.

Sonntag, 10. März 2013

Ein neues Gartenjahr beginnt..

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang schien letztes Wochenende das gefühlt erste Mal nach den langen grauen Wintermonaten mal wieder die Sonne und die Temperaturen näherten sich Werten bei denen man es länger als 10 Minuten draußen aushalten konnte.

Flugs waren die Pflanzen, die den Winter unter der Haube verbracht hatten (Rosen, Hortensien, unser kleiner Zierapfel "Royalty und ein paar andere) ausgepackt. Eine erste Bestandsaufnahme ergab: Bis auf die Veronika, bei denen ich das schon befürchtet hatte, hat alles den Winter gut überstanden. Die Schneeglöckchen läuteten leuchteten mit den Krokussen und den Winterlichen um die Wette und auch die Lenzrosen im Winterbeet zeigten zaghaft ihre ersten Blüten. Der Herr Gärtner und der Nachbar haben sich über die Hecke hergemacht, die wir bisher den Vögeln zum Schutz haben stehen lassen (das ist die offizielle Aussage - in Wirklichkeit war das Wetter vorher einfach zu furchtbar und die Lust auf Heckenschneiden eher nicht vorhanden). Sogar das Folienbeet steht nun schon, damit der Boden darin sich aufwärmen und ich bald die ersten Salatpflänzchen aussäen kann. Da ich viel zu beschäftigt war, gibt es davon keine Fotos. 

So ging es ein paar Tage. Am Dienstag haben wir mit den Nachbarn zum Kaffee auf der Terrasse gesessen und die Sonne genossen. Es hätte so schön werden können... 

Und dann das: "Norddeutschland zittert und der Polarpeitsche", "Der Winter bäumt sich noch einmal auf" - die Horrormeldungen überschlugen sich: Eis, Schnee, eiskalter Ostwind und damit Temperaturen von unter -10°C wurden uns prophezeit. Freitag Mittag schickte mir der Herr Gärtner diese unglaubliche Wettervorhersage. 

Ganz so schrecklich ist es bisher nicht, gestern brauste hier jedoch ein so heftiger Sturm aus dem Osten durch, bei Regen und eisigen Temperaturen, dass der Regen an den Bäumen gefror und alles mit einem Eispanzer überzog. Und seit heute morgen schneit es. Der Boden ist wohl noch warm genug, dass es auf der Straße nicht liegen bleibt aber Garten, Pflanzen und das Folienbeet liegen schon unter einer Schneeschicht. 
Natürlich habe ich Angst um meine Pflanzen. Gestern vormittag haben wir also in einer Hau-Ruck-Aktion die empfindlichsten unserer Pflanzen wieder eingepackt - die Hortensien, deren Knospen schon kurz vor dem Aufbrechen waren, den Rosmarin, der in seiner Hausecke vor allem geschützt ist nur nicht vor dem Ostwind, den kleinen Zierapfel. Das war so kalt, dass ich Tränen in den Augen hatte. 

Hoffentlich wird es schnell wieder besser, hoffentlich überleben meine Pflanzen den letzten Winteransturm und hoffentlich scheint bald wieder die Sonne!