Montag, 27. Januar 2014

Der 12tel Blick in den Garten - Januar

Da ich momentan überlege, wie ich den Blog in 2014 weiter führen kann und welche Projekte mich in diesem Jahr beschäftigen werden, bin ich ganz froh, heute morgen beim Spaziergang durch die Blogosphere über das Projekt "12tel Blick" gestolpert zu sein: Jeden Monat ein Foto vom gleichen Standpunkt aus machen, um die Veränderungen, die sich über's Jahr ergeben zu dokumentieren. Das klingt spannend und ich habe drei Perspektiven aus dem Garten gewählt.
Der Januar ist vielleicht nicht der attraktivste Monat, um Blicke aus dem Garten zu zeigen, aber heute vormittag schien die Sonne UND wir hatten noch Schnee - der aber gerade wieder wegtaut! Da zeigt sich der Garten och noch mal von seiner attraktiveren Seite.


Donnerstag, 23. Januar 2014

Gebetene und ungebetene Gäste


Es ist tatsächlich Winter: Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, ich habe heute morgen Schnee gesehen und draußen bläst ein schneidender Ostwind.

Kaum ist es etwas kälter, rücken die Vögel, die ich in den letzten Wochen so vermisst habe, an und machen sich über das Büffet im Garten her. In Trauben hängen die Spatzen und Meisen an der Meisenknödelquelle, die Knabberstangen sind ratzekahl bis auf das Holz abgenagt und auch die Schalen mit dem Streufutter locken Rotkehlchen und Amseln an.





















Samstag, 18. Januar 2014

Viel Zeit zum Lesen, Teil 2

So, nun bin ich endlich fertig mit meiner Rezension über Jakob Augsteins Buch "Tage des Gärtners - Vom Glück im Freien zu sein". Und obwohl ich mich wirklich bemüht habe, das Ganze kurz und knapp zu halten, ist sie dann doch etwas länger geworden, denn es gab so viele Punkte, an denen ich hätte einhaken können.

Ich habe mich mit der Diktierfunktion meines Computers "amüsiert", so dass ich euch bitte, etwaige Rechtschreibfehler, die ich und der Herr Gärtner übersehen haben, zu ignorieren. 

Jakob Augstein ist ein nicht ganz unumstritter Journalist, der mit seiner Familie im brandenburgischen ein Häuschen mit Garten gekauft hat und nun diesen Garten nach seinen Vorstellungen pflegt. Dass seine Vorstellung mit meinen nicht immer kompatibel sind, machte das Buch für mich interessant, reizten mich jedoch immer wieder zu Widerspruch:

“Eine Idylle auf 200 m² ist nur auf Kosten der Natur herstellbar und im Kampf gegen sie. Das ist die Wahrheit.“ (Jakob Augstein, „Die Tage des Gärtners - Vom Glück im Freien zu sein“, DTV München, 2013.)

Muss ich mehr sagen? Dies ist nur eins von unzähligen Zitaten im Buch von Jakob Augstein, die mich widersprechen ließen und die der Grund dafür waren, dass ich mich entschieden habe, diese Buchrezension zu verfassen. Natürlich gebe ich hier nur meine persönliche Meinung wieder, ganz subjektiv und von meiner eigenen Erfahrung und Einstellung zum Gärtnern geprägt. Wer bereits länger meinen Blog liest, weiß, das ich hier am Roten Haus versuche, einen weitgehend naturnahen Garten zu gestalten.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Winterblüten

Als ich Sonntag morgen an der Spüle stand und in den endlich mal wieder sonnenbeschienenen Vorgarten blickte, überraschte mich etwas der Anblick der blühenden Zaubernuss. Eigentlich wenig verwunderlich, denn auch in einem weniger milden "Winter" hätte sie um diese Zeit angefangen zu blühen.
Trotzdem war ich überrascht, denn obwohl ich sie schon seit drei Jahren habe - im Herbstschlussverkauf gerettet - hatte ich vergessen in welcher Farbe sie blüht. Und so brauchte ich einen Moment, bis mir klar wurde, was die kleinen roten Stellen an meiner Zaubernuss sind. Irgendwie ging ich davon aus, dass sie, wie die meisten anderen Zaubernüsse, gelb blühen würde. Im letzten Jahr hat sie eher mäßig geblüht, so dass mir ihre Blüten kaum in Erinnerung geblieben sind. Sie sind aber auch klein und unscheinbar.



Montag, 13. Januar 2014

Gartenkochevent Zitrone

Garten-Koch-Event Januar 2014: Zitronen [31.01.2014]Der Garten liegt momentan brach, ein Sturm jagt den nächsten  und so kann ich mich nicht recht motivieren, da raus zu gehen und Dinge zu tun. Die bereits erwähnte Hand-OP tut ihr übriges, denn richtig Zupacken wird wohl in den nächsten Wochen noch schwierig. Also verlege ich mich auf andere Dinge. Zum Glück teilen der Herr Gärtner und ich noch eine weitere Leidenschaft: Kochen und gutes Essen. Um so mehr freut es mich, dass im Gärtnerblog ein Kochevent ausgerufen wurde: Zitronen.

Zitronen haben wir keine im Garten, im Haus halten wir - für kulinarische Zwecke - eine Citrus hystrix (Kaffirlimette, wichtig für die Thaiküche, gibt einen wunderbar zitronigen Duft und ein feines, leicht säuerliches Aroma). Sie fristet so ein bisschen ein Dasein in der Ecke, denn dekorativ geht anders, obwohl ich langsam auch ihren spröden stacheligen Charme erkenne. Soweit also meine gärtnerischen Erfahrungen mit Zitrusfrüchten, kulinarisch sieht es da schon ganz anders aus!

Eins meiner momentanen Lieblingskochbücher (Ottolenghis "Das Kochbuch") beginnt sinngemäß mit dem Satz: Wer keine Zitronen und keinen Knoblauch mag, möge das Buch am besten gleich wieder zur Seite legen. Zum Glück mag ich beides und daher gibt es heute ein Essen, das beides in größeren Mengen enthält und ein Tellerlecker zu werden verspricht. Dies ist nun grad nicht aus dem Ottolenghi, sondern aus dem wunderschönen "What Katie ate" (die Autorin betreibt einen gleichnamigen Blog) ist und machte mir mit dem Duft, der den ganzen Samstag aus der Küche waberte, stundenlang den Mund wässrig.

Katie's 8-Stunden Lamm in Zitronendressing

Es beginnt mit dem Knoblauch - 3 Knollen sollten es schon sein.

Samstag, 11. Januar 2014

Viel Zeit zum Lesen

Eine Buchrezension habe ich hier noch nicht verfasst, da ich bisher wenige Gartenbücher gelesen habe, die mich dazu herausforderten.

Die meisten meiner (im Vergleich zu Kochbüchern) eher wenigen Gartenbücher sind Ratgeber: Bücher mit Gartentipps, Informationen über Pflanzen und deren Pflege und Anleitungen zur Gartenanlage. Die schaue ich an, lese hier und da und wenn ich im Garten bin, habe ich das meiste vergessen und mache dann doch wieder meine eigenen Fehler und Erfahrungen.










Die zweite Kategorie sind Bildbände, von denen ich tatsächlich nur zwei mein eigen nenne - Coffeetablebooks, schön, um sie an einem verregneten Sonntag Nachmittag, an dem man nichts besseres zu tun hat, anzusehen und vom Garten zu träumen. Schade eigentlich, dass diese Sonntage so selten sind.
Hier bekommt ihr nich nur ein Bild von "Traumgärten", einem wunderschönen Bildband, in dem hauptsächlich englische Gärten vorgestellt werden, sondern auch einen Einblick in unsere neugestaltete, inzwischen zum Lesen, Kaffeetrinken und Musikhören  einladende Galerie.


Es gibt noch die dritte Kategorie: Bücher, die tatsächlich einen lesenswerten Fließtext haben, also echte "Lesebücher". Meist berichten hier mehr oder weniger bekannte Menschen mit einer gewissen Selbstironie und oft aus der Perspektive des "Neugärtners" von ihren Erfahrungen mit dem eigenen Garten. Die Anzahl solcher Bücher nimmt deutlich zu. Oder mir sind sie vorher einfach nie aufgefallen. Einige davon habe ich in den letzten zwei Jahren gelesen, in Erinnerung geblieben sind mir eigentlich nur drei: