Freitag, 22. Mai 2015

Kleine Prilblüten

Lauter kleine Prilblüten tragen momentan meine Aurikeln. Besonders die Rote erinnert an die klassischen Klebeblumen der 70er Jahre.


Aurikeln sind wunderschön, mögen aber überhaupt keinen Regen auf ihren Blüten, weswegen viele Liebhaber sie in Töpfen unter Dach halten. Unsere leben zwar in Töpfen und haben auch den Winter schön trocken im Gewächshaus verbracht. Jetzt müssen sie aber auf den Steinen der Feuerstelle der Natur trotzen, was leider zu nur kurzer Blühdauer der einzelnen Sorten führt. Aber die Topfkollektion macht sich da gut und wenn die Aurikeln durch sind und wieder unter ein Dach im Halbschatten wollen, werden die Duftpelargonien ihren Platz einnehmen.


Ich liebäugele für's nächste Jahr mit einem klassischen Aurikeltheater, also so einer Art überdachten Pflanzenregal zur Präsentation dieser Schönheiten während der Blütezeit. Den Rest des Jahres täte es ein Plasikfoliengewächshaus, das ich im übrigen sogar noch habe. Für das Aurikeltheater tüftele ich gerade noch an einem Bauplan "für Dummies" (also Holzbautechnisch nicht so versierte Menschen, die in Ermangelung eines umfangreichen Werkzeugfuhrparks mit Stichsäge und Akkuschrauber auskommen müssen). Wenn ich ihn habe, dann werde ich ihn hier vorstellen.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Ein paar Fotos

Heute will ich euch mal wieder ein paar ganz viele Fotos aus dem Garten zeigen. Ich habe gerade mit dem letzten Jahr verglichen, da war um diese Zeit alles schon deutlich weiter. Aber da hatte ich den Eindruck, der Frühling würde im Zeitraffer an uns vorbei ziehen. Dieses Jahr ist alles etwas gemächlicher, aber dafür kann man die Frühlingsblumen länger genießen. Find ich eigentlich schöner. Auch wenn es mich grad wieder ärgert, das heute an unsererem traditionellen Gartenpartytag das Wetter lausig ist. Kalt und grau...

 Was auch nicht so schön ist, ist dass erst durch meine Grippe und dann durch das unstete Wetter in den letzten Wochen (teilweise super schöne Tage, dann wieder Wind, Regen..., und alles im täglichen Wechsel) so viel liegen geblieben ist, dass ich zeitweise das Gefühl hatte, die selben Stellen immer und immer wieder vom Unkraut befreien zu müssen. Inzwischen ist aber Land in Sicht, wir müssen "nur noch" durch die Hecke und vorne am Graben lang, dann haben wir alles einmal durch. Und unsere grünen Wege, in denen ja die Fugen ganz bewusst begrünt sind, brauchen auch ein Ausputzen, denn die Schafgarbe, die sich dort an vielen Stellen eingenistet hat, wird doch ganz schön hoch. Aber kommt Zeit, kommt Rat - ich genieße jetzt jedenfalls erst mal die schönen Ecken:

 Das Garagenbeet hat immer noch einen Höhepunkt im Frühling, auch wenn wir letztes Jahr einiges dafür getan haben, auch für die späteren Monate etwas im Schatten Blühendes zu finden. Dieses Jahr ist die Clematis ganz toll - von den gesetzten Sorten haben sich C. alpina "Willi"und "Pink Princess" gut entwickelt und blühen reichlich. Eine C. koreana hat einen nicht ganz so idealen - sehr schattigen - Platz, kämpft sich aber auch nach oben. Insgesamt bin icherstaunt, wie gut die drei sich trotz der schwierigen Lichtverhältnisse an dieser Nordwand halten können. Selbst Regenschatten und Wurzeldruck machen ihnen nichts aus. Auf jeden Fall ein Erfolg!

C. alpina "Willy"


C. alpina "Pink Princess"
C. koreana, bot. Art

Überall stehen noch späte Tulpen

Und daneben macht das Duftveilchen "Freckles" eine gute Figur!


Überhaupt nicht sattsehen kann ich mich momentan an meinen Nelkwurzen. Ich schrieb ja schon im letzten Jahr von diesen tollen Dauerblühern. Na gut, Dauerblüher ist übertrieben, aber nach der Hauptblüte jetzt im Mai/Juni können sie zurückgeschnitten werden und blühen dann später immer wieder mit einzelnen Blütenstängeln, also nicht mehr ganz so üppig. Auf ihren langen Stängeln tanzen sie über dem Laub und sehen in ihren warmen Rotorangetönen einfach nur fröhlich aus. Natürlich mussten daher auch ins neu angelegte rote Beet einige Geums einziehen.
Leider kann ich nicht mit Sortennamen diesen, total ärgerlich, denn ich bin sicher, dass alle Pflanzen, außer der einfachen, umgefüllten orangen, die ich aus dem Baumarkt gerettet habe (Ware mit Punkt 50% reduziert, sonst geht sie in den Müll) und mit denen die Begeisterung angefangen hat, einen Sortenamen hatten:


War sonst noch was?

Im Frühbeet warten diverse Gemüse (Mais, Zucchini, Kürbis, Gurke) darauf, ins Beet wandern zu können, die Duftpelagonien auf ihre Kübel und einige vorgezogenen Stauden darauf, dass sie endlich pikiert werden. Da der Rahmen am Wochenende den Platz auf der Südterasse räumen soll, wird das wohl in den nächsten Tagen passieren.
Der trockene, schattige Streifen am Haus entlang wird immer grüner und vor dem Haus haben sich die Vergissmeinnicht breit gemacht:

Montag, 11. Mai 2015

Gartenevents


Der Herr Gärtner beschwert sich schon, dass ich hier im Moment so gar nichts mehr schreibe, obwohl doch so viel passiert. Aber zwischen den diversen Gartenevents, dem Einpflanzen der neuen Errungenschaften und der alltäglichen Sisyphusarbeit (wir werden, trotz hoher Wildkrauttoleranz von selbigem überrollt) komme ich kaum dazu.

Gartenevents - wir waren an den letzten drei Wochen auf drei Events - Remeringhausen, Ippenburg und Hannover. Obwohl wir eigentlich nur wenig brauchten, hüpften trotzdem immer wieder Schätzchen in den Korb. Die Liste wurde dabei aber eher nicht kürzer. Erschreckend, wie schnell man mal eben 100 Euro oder mehr ausgibt, um dann hinterher festzustellen, dass das alles harmonisch im eigentlich schon voll geglaubten Beet verschwindet, ohne dass das Beet dadurch vollgestopft wirkt.

Remeringhausen ist für uns immer der Auftakt des Garteneventjahrs, Ippenburg war einfach wegen der Atmosphäre und den Gärten ein Traum, und in Hannover kommen dann die Spezialgärtnereien mit ich weiß nicht wie vielen Ausstellern mit jeweils speziellem Sortiment auf insgesamt recht kleinem Raum. Dort kriege ich immer irgendwann einen Tunnelblick, zu viele Pflanzen, zu viele Reize. Diesmal haben wir erst mal eine Erkundungsrunde gedreht, ohne etwas zu kaufen. Das war ganz sinnvoll, so konnten wir uns akklimatisieren und hinterher gezielter noch mal die Stände anlaufen, an denen wir etwas kaufen wollten.

In Ippenburg war Tulpenzeit - absolut spektakulär. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den Farben und Formen (ich verspreche, das sind die letzten Tulpen in diesem Jahr!)



Eine Faszination übt immer noch dieses Kunstobjekt auf mich aus - der "Jardin infini! Ein unendlicher Garten, über den ich hier schon mal geschrieben habe. Im letzten Jahr war es von außen noch mit Segeltuch bespannt, so dass man nur durch Gucklöcher hindurchsehen konnte. Jetzt war das Segeltuch weg, so dass durch die riesigen halbtransparenten Spiegel nicht nur der Innenraum ins unendliche gedehnt wurde sondern man auch von außen spannende Ansichten bekam - Schloss, Garten, Besucher und Kunstobjekt auf einem Bild.

 
Und so kann man auch mal ein Gruppenfoto schießen, mit der
Nachbarin und dem Herrn Gärtner.
Das ist wieder unter dem Rahmen durch fotografiert, im Moment
noch leer. Ich bin gespannt, wie es im Sommer aussieht!