Dienstag, 5. April 2016

Umgestaltung des Gemüsegartens

Ich hatte es neulich schon angedeutet, ein größeres Projekt in diesem Frühjahr war/ist die Umgestaltung des Gemüsegartens. Zur Erinnerung - wir hatten dort 9 kleine und zwei größere Beetkästen stehen, die wir vor zwei Jahren gebaut hatten. Außerdem gab es noch das Pflanzenhaus - ein Kleinstgewächshaus für die Anzucht und ein paar wenige Tomaten.

Eigentlich war ich mit dieser Lösung auch ganz zufrieden, aber es zeigte sich im letzen Sommer, dass etliche unserer kleinen Hochbeete zu stark im Sonnen- und Regenschatten der Weide standen und daher nur eingeschränkt gut liefen. Das Pflanzenhaus hat unsere häufigen starken Winde nicht gut mitgemacht und hatte nach einem Jahr eine eingedrückte Rückwand und nichtmehr schließende Türen, nach zwei Jahren waren die Türscharniere und Magneten völlig kaputt, die Rückwand ließ sich gar nicht einsetzen und in diesem Winter hat es die Ruine dann derart zerlegt, so dass wir kurzerhand entschieden, sie abzureissen. Das machte mich etwas traurig, eröffnete mir aber ganz neue Möglichkeiten für den Gemüsegarten. Erwähnte ich, dass ich nach den schlechten Erfahrungen vom letzten Jahr eigentlich sowieso kein Gemüse mehr anbauen wollte? Nun ja, soviel zu Vorsätzen.

Was ist also passiert?
  • Vier der kleinen Beetkästen sind nach vorne gewandert, neben die Auffahrt. Dort ist viel mehr Sonne als gedacht, so dass unser Gemüse von morgen bis in den Nachmittag in der Sonne liegt. Hier habe ich bereits Zwiebeln gesteckt, Radieschen, Salat und Möhren ausgesät und ein paar gekaufte Kohlrabis gesetzt, die aber noch kleine "Wärmehütchen" haben, um optimal wachsen zu können. Wenn die Hütchen dann auch noch vor Schnecken schützen, die bestimmt in spätestens zwei Wochen aus ihren Löchern gekrochen kommen, umso besser.

  • Im ehemaligen Gemüsegartenbereich haben wir aus sechs niedrigen Beetkästen drei höhere gemacht. Das ist ganz praktisch und schont den Rücken. In den Kästen wachsen unsere Erdbeeren und Heidelbeeren. Ein Beet ist für meine experimentellen Blumenknollen, die man angeblich essen kann, vorgesehen: Ziest, Dahlien und Süßkartoffeln. Und selbst wenn sie nicht schmecken (oder ich sie dann doch nicht essen möchte), entwickeln sich daraus dann hoffentlich schöne Blumen. Da ich mit dem Pflanzen selbstverständlich noch warten muss, habe ich erst mal Salat ausgesät, so wie eigentlich überall. Viel mehr ging ja noch nicht. 

  • Außerdem haben wir den Bereich optisch mit zwei Staketenzäunen abgegrenzt und wie ich finde, dadurch auch aufgewertet. Das Aufstellen ging viel schneller als befürchtet, auch wenn der Herr Gärtner beim Einklopfen der Pfähle trotz vorgebohrter Löcher in unserem Lehmboden ganz schön zu tun hatte. Im Schatten der Weide werden wir nun an sonnigen Nachmittagen sitzen und den Ausblick über den Garten genießen können. Gestern gab es dort bereits den ersten Draußenkaffee des Jahres, auch wenn im Moment das mit dem Schatten noch so eine Sache ist - wo kein Laub, da kein Schatten.

  • Fehlt noch das Tomatenhaus bzw. -dach, das mir der Herr Gärtner versprochen hat. Der Tomatenanbau ohne Dach war ja im letzten Jahr trotz freilandgeigneten und resistenten Sorten nicht so ergiebig (oder sagen wir eher, die Ernte war zwar gut aber nur von kurzer Dauer, ehe zuerst die Braunfäule zuschlug und wir dann am 3. Oktober den ersten Frost hatten). Ich hoffe, mit dem Dach länger noch etwas von meinen liebevoll gepäppelten Tomatenpflanzen haben zu können. Die für dieses Jahr stehen schon in den Startlöchern und sind bereits das erste Mal verpflanzt.

Kommentare:

  1. Wow, da habt Ihr ein großes Projekt vor Euch. Wir machen im Moment fast dasselbe - wir überarbeiten den Gemüsegarten und bauen ein Gewächshaus. Die Arbeit ist viel aufwendiger als gedacht. Letztes Jahr hatten wir auch so unsere Probleme mit dem Gemüse, vor allem viele Schädlinge machten uns das Leben schwer. Mal sehen wie es heuer wird. Schön ist es bei Euch jedenfalls geworden.

    lg kathrin

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  2. Ein wirklich großes Projekt mit ganz viel Arbeit habt ihr da geplant. Aber das wird sich mit Sicherheit auch lohnen! Ich freue mich schon auf die Zeit, in der ich einfach nur in den Garten gehen muss, um mein Abendessen zusammen zu suchen :D Liebe Grüße, Kathreen von "Mach Mal"

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